Mitteilung des Präsidenten
Der Kollaps des Finanzsystems in den entwickelten Staaten im vergangenen Jahr, der ohne Beispiel seit der Großen Depression nach 1929 war, hatte direkte negative Auswirkungen auf die produktive Ökonomie, vor allem im letzten Quartal des Jahres und führte zum Einbruch des Konsums und in der Konsequenz brach auch die Produktion ein. In Spanien wurde diese globale Krise durch den Zusammenbruch des Immobilienmarkts verschlimmert, der sich auf viele Firmen ausdehnte, eine hohe Zahl Arbeitsloser mit sich brachte, die Finanzkrise zuspitzte und die Deaktivierung des Konsums akzentuierte.
In diesem so aufgewühlten und so globalisierten Szenario stiegen die Umsätze der Genossenschaftsvereinigung auf 15,584 Milliarden Euro (+3,5%) mit Gewinnen, die spürbar geringer als die aus dem Jahr 2007 ausfielen. Als positive Aspekte müssen die hohen Investitionen von 1,324 Milliarden Euro hervorgehoben werden, ein klarer und bestimmter Einsatz für die Zukunft, und die Tatsache, dass weder Marktanteile noch Marktpositionen in Bezug auf unsere Konkurrenz verloren wurden.
Im Finanzbereich, ein ganz besonders von der Krise aufgewühlter Sektor durch die Pleite von Lehman Brothers, hat auch die Ergebnisse der Caja Laboral beeinflusst, deren Gewinne reduzierten sich um 45,6 Prozent und ohne diese Effekte wären sie im Einklang mit dem gesamten Sektor um 11,5 Prozent gefallen. Trotz allem konnte die Caja Laboral eine solide Position behaupten mit Solvenzraten, einer Liquidität und einem Wachstum der Geschäfte, die über dem Durchschnitt des Sektors liegen, womit die passiven Einlagen um fast 12 Prozent und das Kreditvolumen im 10,2 Prozent gestiegen sind.
Im Industriebereich wurde eine akzeptable Entwicklung bis in den Sommer verzeichnet, was sich aber im letzten Quartal radikal veränderte, das von einem sehr starken Einbruch der Nachfrage gekennzeichnet war, mit einigen hervorstechenden Ausnahmen im Bereich Hebetechniken, dem Werkzeugmaschinenbau, dem Ingenieurwesen und den Unternehmensdienstleistungen. Die jährlichen Umsätze haben sich um etwa 5,7 Prozent in homogenisierten Werten im Vergleich zum Vorjahr verringert, weshalb die Gewinne und die Beschäftigung zurückgingen.
Auf der internationalen Ebene war der Rückgang deutlich geringer und belief sich nur auf 0,3 Prozent. Hier sind die Inbetriebnahmen von diversen Filialen zu nennen ist, speziell in dem genossenschaftlichen Industriebpark von Kunshan in China und die Intensivierung der Arbeiten zur Eröffnung eines ähnlichen Industrieparks in Indien. Im Förderbereich muss der Start von zwei Projekten im Bereich der Energiegewinnung hervorgehoben werden, welche die Produktion von Kleinsystemen der Kraft-Wärme-Kopplung und von Solarkollektoren aufgenommen haben.
Im Handelssektor wurde der Umsatz um etwa 19 Prozent gesteigert, was zu einem Teil an der Eingliederung von Caprabo lag und dazu am hohen Rhythmus von Neueröffnungen mit 164 neuen Märkten. Zudem wurden zwei wichtige Infrastruktureinrichtungen eingeweiht, welche die strategische Positionierung stärken: das Zentrum für Datenverarbeitung Géminis in ihrer Zentrale in Elorrio und die Plattform de Frischwaren MSO in Madrid, eine der größten in Spanien. Eine ganz besondere Erwähnung verdient die auf der Außerordentlichen Hauptversammlung der Teilhaber von Eroski beschlossene Umwandlung aller Unternehmen, an denen Eroski beteiligt ist, in Genossenschaften, womit die abhängig Beschäftigten schrittweise in Teilhaber der jeweiligen Genossenschaft verwandelt werden.
Im Bildungsbereich, über den wir uns als Unternehmensgruppe klar von anderen abgrenzen, hat unsere Universität die Abschlüsse an die Anforderungen an den Europäischen Bildungsraums - dem Bologna-Prozess - angepasst, die Professorenschaft ist zu einem wachsenden Anteil mit der Forschung beschäftigt und es wurde mit dem Bau des Zentrums für Elektronikinnovation im Innovationspol Garaia und der neuen Fakultät für Unternehmenswissenschaften in Oñati begonnen. Auf der anderen Seite hat der Innovationspol Garaia einen entscheidenden Schub für seine Entwicklung erhalten: mit der offiziellen Einweihung von Edertek; dem Aufbau von Etic, Frucht des Abkommens mit Microsoft, für Anwendungen, die auf eingebetteten Technologien basieren und dem Baubeginn des Zentrums Ikerlan-IK4 CIC Microgune, für die Forschung in Nanotechnologien.
Dieser konstante Einsatz, den wir der Innovation und den Förderungsmaßnahmen zukommen lassen, die zur Verstärkung unserer internationalen Präsenz kommen und vor allem auch zum Einsatz von Flexibilitätsmechanismen und auch durch die solidarische Hilfe aus unserem eigenen Genossenschaftssystem, bin ich optimistisch und überzeugt von unserer Kapazität, um der tiefen weltweiten Krise, in der wir uns befinden, zu begegnen. Ich bin überzeugt davon, dass unsere Werte von Partizipation und unsere unternehmerische Verpflichtung weiter ein bedeutender Konkurrenzvorteil in diesem globalisierten Markt darstellen und uns dabei helfen, die Krise in neue Geschäftsmöglichkeiten zu verwandeln.