Weiter

Kooperative Stiftungen

Stiftung Mundukide

Bild - Stiftung Mundukide

"Es werden gemeinschaftliche produktive Initiativen und Genossenschaften für eine nachhaltige Entwicklung auf den Weg gebracht."

Webseiten von Stiftung Mundukide

 

1.- DIE ORGANISATION

 

Wofür steht MUNDUKIDE?

Die Stiftung Mundukide wurde 1999 als Antwort auf eine Überlegung, die sowohl innerhalb der Bewegung der genossenschaftlichen Bewegung von Mondragon als auch in der MONDRAGON Körperschaft selbst angestellt wurde, gegründet. Erklärte Zielsetzung war die Erneuerung und Wiederbelebung des Solidaritätsprinzips der Genossenschaften:

  • Genossenschaftsübergreifend: Einbeziehung in die Suche nach potenziellen, aus der Gesamtheit abgeleiteten Synergieeffekten.
  • Soziale Umstrukturierung: Schaffung von neuen Arbeitsplätzen in der Genossenschaft und Unterstützung von Initiativen der gemeinsamen Entwicklung, durch einstimmig beschlossene Reinvestitionen.
  • Universalcharakter: Solidarität mit allen, die für eine soziale Demokratie eintreten und sich für den Frieden, die Gerechtigkeit und die Entwicklung engagieren.

In diesem Überlegungsprozess, an dem sich dieses Mal auch die Nicht-Regierungsorganisationen der Region beteiligt haben, die mit der Dritten Welt zusammenarbeiten, wurde die Schlussfolgerung getroffen, dass das Mondragon-Genossenschaftsprojekt ein wertvolles Beispiel für die Zusammenarbeitsprojekte für alle, darstellt.

Das erste Ziel der Genossenschaftsbewegung im Anpassungsprozess an die globalisierte Welt ist: die Solidarität sowie die bereits genannten Punkte. Diese Konzepte müssen als Gesamtheit auf die Welt anwendbar sein, ohne dass es hierdurch zu Unterbrechungen der Zusammenarbeit in der nahen Umgebung kommt.

Zur gleichen Zeit bietet das Teilhabenlassen an dem Gemeinschafts-Kooperativ-Projekt anderen Gegenden im Süden, die gern selbstständig arbeiten würden, eine hoffnungsvolle Möglichkeit, um das soziale Gemeinschaftsprojekt mit neuem Leben zu füllen. Die Bereiche, die sich für ein Gemeinschaftsprojekt öffnen, sind äußerst vielversprechend. Auf diesem Wege gibt es viel dazu zu lernen und viel weiterzugeben, vor allem, im technisch-praktischem Bereich mit allen erforderlichen Anpassungen.

Diese Überlegung wurde mit einem Versprechen zur Zusammenarbeit zur Weiterentwicklung der Länder der Dritten Welt mithilfe einer Organisation und einem eigenen System beendet: die Mundukide-Stiftung.

 

Die Aufgabe der Mundukide-Stiftung

Die Aufgabe der Stiftung ist die Förderung und Unterstützung der Solidarität der Arbeitswelt zu den Ländern der Dritten Welt sowie die Unterstützung dieser Solidarität, Mittel und des Know-hows des Kooperativprojektes in seiner Entwicklung, die auf sich selbst aufbauen und offen für seine Lehren sind.

Dafür konzentrieren wir unseren Beitrag auf zwei Aktionsbereiche:

  • Umfassende lokale Weiterentwicklung.
  • Interkooperation mit Genossenschaften der öffentlichen Wirtschaft.

Um die Aufgabe der Mundukide-Stiftung weiter zu entwickeln, wird die direkte Beteiligung verschiedener baskischer Genossenschaftsvertreter sowohl auf dem Gebiet der Unternehmen als auch im universitären Bereich gesucht. Dies bedeutet die Schaffung von Arbeitsnetzen nicht nur im Süden, sondern auch unter diesen Genossenschaftsvertretern: Partnerunternehmen, Techniker und Technikerinnen der Genossenschaften, Wissenschaftler, freiwillige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, Studenten und Studentinnen sowie andere. Unser Stil ist es Prozesse zu begleiten, um zu langfristigen Verpflichtungen zu gelangen und einen Weg des gegenseitigen Lernens zur Bereicherung der beteiligten Personen sowohl im Norden als auch im Süden zu schaffen sowie weiterhin das Fundament für eine endogene, stützende und gerechte Weiterentwicklung zu schaffen.

 

2.- WIRKUNGSBEREICHE

Die Stiftung hat zwei Arbeitswege für die Entwicklung ihrer Aufgaben definiert. Auf der einen Seite, das System der Interkooperation und auf der anderen Seite die umfassende lokale Weiterentwicklung.

Das System Der Interkooperation

Unsere Berufung ist die Zusammenarbeit mit den Völkern, die nach voller Selbstverwaltung streben, indem wir einen Weg schaffen, der in zwei Richtungen führt. Eine Interkooperation, die auf der Gleichheit und der endogenen und stützenden Weiterentwicklung aufbaut.

Dafür haben wir, neben dem Lanki Institut der Universität von Mondragon (MU) ein eigenes Interkooperationssystem ins Leben gerufen, das aus verschiedenen Elementen und Persönlichkeiten besteht, die von einander lernen und sich gegenseitig ergänzen.

Diese werden den 5 Elementen:

  • Programm zum Erfahrungsaustausch in der Gemeinschaftsentwicklung: Intensiver Austausch von Erfahrungen unter den Akteuren der Gemeinschaftsentwicklung, die im Zusammenhang mit den Gemeinschaftsgenossenschaften der öffentlichen Wirtschaft stehen und ein gemeinsames Mondragon-Umfeld (betrieblich, sozial und auf dem Gebiet der Ausbildung sowie der universitären Ausbildung) miteinander teilen. Dieses Programm findet einmal jährlich statt. Die Repräsentanten der südlichen Dritte-Welt-Länder weilen in dieser Zeit einen Monat lang unter uns.
  • Practicum Hegoa: Die Studenten der Universität von Mondragon (MU) absolvieren ein Praktikum von zwei Monaten in ausländischen Genossenschaften der öffentlichen Wirtschaft. Sie verfassen einen Bericht und widmen sich dort ihrer Abschlussarbeit im Rahmen des Interkooperationssystems. In diesen Berichten bzw. Arbeiten spiegeln reflektieren sich verschiedene Bedürfnisse wider, die allgemeine Situation wird beschrieben und verschiedene Beiträge über die Praktikadauer geliefert.
  • Interkooperationsprojekte: individuelle Begleitprojekte mithilfe einer langfristigen Verpflichtung sowie sozialwirtschaftliche Prozesse der südlichen Dritte-Welt-Länder. Diese Initiativen sind eng mit der Gründung von Unternehmen verbunden. Wichtig sind Hilfestellung, Ausbildung, Beratung, enge Beziehungen und ständige Informationen. Das Hauptziel ist die Gründung von sich selbst verwaltenden Unternehmen mit einem mannigfaltigen Geist. Seit unserer Entstehung fördern wir so eine unterstützte Weiterentwicklung.
  • DAS SAREA-NETZ der Genossenschaften der öffentlichen Wirtschaft: Es wird ein Kommunikationsfluss zwischen den Akteuren der öffentlichen Wirtschaft, die die Hauptdarsteller dieses Systems sind, mithilfe neuer Informations- und Kommunikationstechnologien, geschaffen. Es findet ein Austausch zwischen den verschiedenen Genossenschaftsprojekten statt. Zur gleichen Zeit wird der NICEP [Núcleo de Investigación de Cooperativas de Economías Populares (Forschungszentrum der Genossenschaften der öffentlichen Wirtschaft)] weiterentwickelt.
  • Núcleo de Investigación de Cooperativas de Economías Populares (Forschungszentrum der Genossenschaften der öffentlichen Wirtschaft): Seine Aufgabe beruht auf der einen Seite auf der Erforschung der komplexen Wirklichkeit und der Bedürfnisse der Genossenschaften der öffentlichen Wirtschaft. Auf der anderen Seite widmet sich dieses Projekt dem ständigen Prozess der Vermittlung von Wissen und der gegenseitigen Ausbildung, und zwar zwischen dem Gemeinschaftsprojekt von Mondragon und den Genossenschaften der öffentlichen Wirtschaft (CEP).

 

Umfassende Lokale Weiterentwicklung

Hierbei handelt es sich um den anderen Hauptwirkungsbereich der Mundukide-Stiftung. Es wird eng mit den örtlichen Hauptakteuren auf dem Weg der Weiterentwicklung zusammengearbeitet und zwar mit derselben Philosophie, mit der auch im Interkooperationssystem zusammengearbeitet wird.

Jedoch weist die umfassende Entwicklung in Bezug auf das Interkooperationssystem einige Besonderheiten auf. Das Wählen der geografischen Aktionszone wird dadurch bestimmt, dass mit einem Pro-Kopf-Einkommen unter 360 USD gerechnet werden kann. Ist die entsprechende Identifizierungsarbeit einmal verwirklicht und die Ist-Situation analysiert worden, beginnt ein Prozess (wenn denn so entschieden), der aus mehreren Phasen besteht und zwischen 10 und 12 Jahren dauern kann.

EDas Hauptziel ist es, eine sozialökonomische Vollentwicklung für diese Region zu erreichen. Als Zentralachse der Entwicklung gelten die vielfältigen produktiven Initiativen, mit dem Ziel, diese aus zu weiten, sie gegenseitig von einander profitieren zu lassen und sie auf den Rest der nötigen Infrastruktur, wie: das Bildungs-, Kultur-, Sanitätswesen etc. anzuwenden. Dies sollte auf eine unterstützende Weise, mit Weiterentwicklungsmöglichkeiten und einer Verbesserung der Situation dank der genannten produktiven Initiativen geschehen. 

 

3.- DIE GRÜNDER DER MUNDUKIDE-STIFTUNG

DIE SCHIRMHERRSCHAFT

MONDRAGON, Grupo Danobat, Grupo Fagor, Maier S.Coop., Mapsa S.Coop, Mondragón Unibertsitatea, Orkli S.Coop., Grupo Ulma, Orona S.Coop., ONGD Anelkar, ONGD Atxorrotx, ONGD Banoia, ONGD FISC, ONGD Harreman, ONGD Hiruatx, ONGD Setem, ONGD Gernikatik Mundura

PARTNERUNTERNEHMEN

MONDRAGÓN LINGUA, AIC, ALECOP, ALKARGO, BATZ, BIURRARENA, CAJA, LABORAL, CIKAUTXO, COINMA, COPRECI, DOMUSA, EGURKO, ELKAR, EREDU, ERKOP, ETORKI, FAGOR ARRASATE, FAGOR AUTOMATION, FAGOR EDERLAN, FAGOR ELECTRODOMÉSTICOS, FAGOR ELECTRÓNICA, FAGOR INDUSTRIAL, GOIZPER, GRUPO DANOBAT, HERTELL, IDEKO, IKERLAN, IRIZAR, JMA, JOMA, KIDE, LAGUN ARO, LAN MOBEL, LANA, LKS, LKS Ingeniería, MAIER, MAPSA, MATZERREKA, MONDRAGON ASSEMBLY, MONDRAGÓN SISTEMAS, OIARSO, ONA PRESS, ORKLI, ORONA, ORTZA, SORALUZE, TAJO, ULMA, URIBESALGO SA.

 

FREIWILLIGE UND MITARBEITER

Pensionierte Gesellschafter, die als Techniker in verschieden Genossenschaften arbeiteten; Personen, die die vor Ort Projekte betreuen, Studenten, Arbeitnehmer der Genossenschaften, Volontäre ...

DAS PROFITEAM

Gegenwärtig sind vier Personen für die verschiedenen Bereiche verantwortlich.

4.- UNSERE ZUKUNFT

Herausforderungen:

  1. Verfügbarkeit eines eigenen „Werkzeugs“ zur Weiterentwicklung der Solidarität, dem wichtigsten Grundstein einer Genossenschaft und der Möglichkeiten, diese Solidarität auch auf die Außenwelt übertragen zu können.
  2. Anpassung, Aktualisierung und Ausweitung der Richtlinien, die als Grundlage bei der Entstehung der Mundukide-Stiftung galten, auf die gesamte Genossenschaftsbewegung.
    Genossenschaftsübergreifend, soziale Umstrukturierung und universeller Charakter.
  3. Unserer Gemeinschaftsgenossenschaft die Möglichkeit zur Teilnahme und Mitwirkung an vielversprechenden Entwicklungsprojekten zu bieten.
  4. Mitarbeit an der Festigung und am Zufriedenheitsgrad der sozialen Anpassung der Genossenschaft.
  5. Der gesamten Welt die Unterstützung unserer Genossenschaft anbieten, indem wir respektvoll mit Ländern des Südens arbeiten.
  6. Erreichung eines größeren Identifizierungs- und Verpflichtungsgrads von allen Organisationen (Genossenschaften, Unternehmen, Universität und Menschen).
  7. Unsere eigene Organisation und uns selbst mit den Erfahrungen, die wir selbst in den entferntesten Ländern gemacht haben, zu bereichern.
  8. Förderung der endogenen und stützenden Entwicklung mithilfe von Produktionsprojekten.

© MONDRAGON S. COOP. | Humanity at work | Impressum | Sitemap