Das Abkommen wurde am Ende der Pressekonferenz unterzeichnet. Beteiligt waren José Mª Aldecoa, Präsident des Generalrats von Mondragón, Rosa Mª García, Präsidentin von Microsoft Iberica und ab 1. Juli von Microsoft Europa, Natividad Herrasti, Direktorin des neuen Zentrums; Joseba Ruiz de Alegría, Präsident des baskischen Telekommunikationsclusters GAIA und José Ramón Guridi, Abgeordneten des Provinzparlamentes und Verantwortlich für Innovation und die Wissensgesellschaft der Provinzregierung von Gipuzkoa. Die Pressekonferenz und der feierliche Akt wurden von Ana Agirre abgeschlossen, der Ministerin für Industrie, Handel und Tourismus der Baskischen Regierung.
Aldecoa bedankte sich bei Microsoft und unterstrich, “dass dieses Projekt dazu beitragen wird, die Konkurrenzfähigkeit für die Geschäfte zu verbessern und neue Projekte zu lancieren, die in seinem Umfeld Reichtum und Arbeitsplätze schaffen”. Er erinnerte auch daran, dass die Corporation zwei Jahre lang am Modell für das Zentrum und an einer Formel für eine adäquatere Zusammenarbeit untereinander gefeilt hat und dazu die Gründung einer neue Kooperative, “ETIC-Embedded Technologies Innovation Center” angestoßen hat, die als Microsoft Innovation Center im Polo Garaia tätig sein wird.
Aldecoa hob auch heraus, dass als Differenz zu anderen Microsoft Centern, die in anderen Autonomen Regionen des spanischen Staates angesiedelt sind, es sich beim Polo Garaia um eine privates Unternehmen handelt, dass von der öffentlichen Hand unterstützt wird, dessen Startkapital sich auf etwa eine Million Euro beziffert. Die Mitglieder der Trägerschaft sind: Die Corporation Mondragón, die mit 500.000 Euro beteiligt ist, die Provinzregierung von Gipuzkoa die 200.000 Euro einbringt und die Vereinigung für Telekommunikationscluster GAIA die 100.000 Euro beiträgt. Dazu nehmen die Universität Mondragón, Ikerlan und die Universität von Deusto als Mitglieder teil und im Augenblick der Konstituierung kann es sich zudem auf die Unternehmen Fagor Haushaltsgeräte, Orona, Ingeteam und ZIV stützen.
Rosa Mª García unterstrich, dass das Zentrum dazu beitragen wird, “die Informationsgesellschaft im Baskenland zu entwickeln und zu verbessern” und sie drückte ihre Überzeugung aus, dass es "ein Erfolg wird, der sich zum Referenzpunkt in Europa entwickeln wird”. Sie bekräftigte, dass das Zentrum als "technologischer Zündfunke" fungieren wird, das wiederum zur Schaffung von neuen Produkten und Unternehmen führen soll und neue Projekte für den Polo Garaia anzieht, die mit eingebetteter Technologie arbeiten. Sie stellte heraus, dass es in Europa nur drei Zentren gibt, die sich dieser Art Technologie widmen: Turin in Italien, Aquisgrán in Deutschland und das, dass im Polo Garaia in Betrieb genommen wird.
Natividad Herrasti setzte sich mit den Spezifikationen der “Embedded Technologie” auseinander, welches der zentrale Arbeitsbereich des Zentrums ist, das zu Beginn eine Belegschaft von 20 Personen haben wird. Sie erklärte, dass es sich bei einem eingebetteten System um ein Informatiksystem handelt, das in ein elektronisches Produkt integriert ist und dafür konstruiert wurde, um eine oder verschiedene spezifische Funktionen auszuführen, deren Ziel ist, das Produkt zu optimieren, seine Größe oder seine Kosten zu reduzieren, die Leistungen in Bezug auf seine Funktionalität, Effizienz, Verlässlichkeit, Verfügbarkeit und Wartungsfähigkeit zu verbessern.
In Ergänzung dessen, was Rosa Mª García schon angesprochen hatte, hob sie hervor, dass diese Technologie zahllose Anwendungsmöglichkeiten in den verschiedensten Bereichen gibt. Dazu zählten der Haushalt, der Gesundheits- und Energiesektor, der Automobilbau, Konsumgüter, Werkzeugmaschinen etc. für die sie einige Beispiel aufzeigte: Die Mobiltelefone, die Navigationssysteme (GPS), TV-Decoder, Haushaltsgeräte, tragbare medizinische Geräte wie Blutdruckmessgeräte, Falldetektoren, Notfall-Medaillons, Zähler für Gas, Wasser und Strom, Federungssysteme in Automobilen, Windgeneratoren, etc.
Der Verantwortliche für Innovation der Provinzregierung, José Ramón Guridi, hob hervor, dass “dieses Projekt die technologische Muskulatur von Gipuzkoa offenkundig macht” und unterstrich seine Bedeutung für das industrielle Geflecht dieses baskischen Territoriums.
Den Akt schloss die Ministerin für Industrie der Baskischen Regierung, Ana Agirre ab, welche auch die Bedeutung von derlei Initiativen als Unterstützung für die baskische Industrie hervorhob. Es ist ein Einsatz, "welcher in der aktuellen Situation der ökonomischen Abschwächungsfase helfen wird”. Sie zeigte sich überzeugt davon, dass sich mit der Zeit herausstellen wird, dass die Ansiedelung dieses Zentrums im Baskenland eine korrekte Entscheidung ist, das den Anspruch hat, zum Referenzpunkt in Fragen der Innovation in Europa zu werden.
http://www.mondragoncorporation.com