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MONDRAGON erreicht im Geschäftsjahr 2009 positive Geschäftsergebnisse, das von einer Rezession geprägt war

  • Datum: mardi 1 juin 2010
Im Kontext einer ökonomischen Rezession hat die Kooperativenvereinigung MONDRAGON das Geschäftsjahr 2009 mit einem Gewinn von 61 Millionen Euro abgeschlossen.  In dieser Form konnte die Kooperativenvereinigung allgemein eine positive Rentabilität zeigen, mit einer Verringerung der Gewinne um 14,2% gegenüber denen des Vorjahres. Das rührt aus einem besonders schwierigen Geschäftsjahr auf allen Geschäftsfeldern und ganz besonders für das erste Halbjahr des Jahres.
 
Die Diversifizierung der Kooperativenvereinigung auf drei große Geschäftsbereiche (Industrie, Finanzen und Handel), mit der Präsenz auf verschiedenen Märkten und in unterschiedlichen Sektoren, hat es erlaubt, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise besser zu verkraften und das Jahr mit schwarzen Zahlen abzuschließen. Gleichzeitig hat MONDRAGON 2009 wichtige Anpassungsmaßnahmen vorgenommen, das gilt für strukturelle und auch konjunkturelle, die der Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit der Genossenschaften dienen (Neuorientierung der Geschäfte, intern Kostenreduzierung, Versetzungen, Lohnanpassungen, Reduzierung der Lagerbestände…) die eine positive Entwicklung in der Gesamtheit der Kooperativenvereinigung ermöglicht haben, vor allem in der zweiten Hälfte des Jahres.
 
Im dieses Geschäftsjahr, beliefen sich die Gesamteinnahmen der Genossenschaftsvereinigung auf 14,78 Milliarden Euro, das ist ein Rückgang um 11,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Die operativen Bruttogewinne vor Zinsen und Steuern (EBIT) beliefen sich auf 1,586 Milliarden Euro, das sind 8,6% weniger als 2008, obwohl die aufgetretenen Schwierigkeiten 2009 sehr viel größer waren als im Geschäftsjahr zuvor.
 
In diesem Sinn ist erwähnenswert, dass die Betriebsergebnisse auf 370 Millionen Euro anstiegen und das ist eine Zahl, die doppelt so hoch ausgefallen ist als 2008, die aber dadurch gedämpft wurde, dass aus Vorsicht hohe Zuweisungen für Rücklagen getätigt wurde, deren Summe dreimal so hoch ausfiel als im Vorjahr.
 
Nach Arbeitsbereichen hat sich in den Genossenschaften der Genossenschaftsvereinigung allgemein das wieder gespiegelt, welche Auswirkungen die Krise in den jeweiligen Sektoren hatte. Vor allem traf sie besonders den Baubereich oder die dauerhaften Konsumgüter im Haushalt, wo sich ein deutlicher Rückgang der Nachfrage ergab. Dieser Rückgang wurde zum Teil durch die internationalen Aktivitäten unserer Genossenschaften auf den Märkten aufgefangen, auf denen es nicht zu einem so großen Einbruch der Nachfrage kam.
 
In Bezug auf die Investitionen ist zu unterstreichen, dass die Entwicklung im Industriesektor trotz der Krise 325 Millionen Euro investiert wurden. Außerdem wurden im vergangenen Jahr fünf neue Unternehmensaktivitäten in aufstrebenden Sektoren gestartet: EKO3R widmet sich der Herstellung von Behältern zum Sammeln von Haushaltsöl für ihr Recycling; Isoleika stellt thermische Dämmplatten her; Sensia baut Geräte zur Früherkennung von Bakterien im Wasser und in Nahrungsmitteln; Ulma Embedded Solutions stellt eingebettete Systeme her und Ulma Safe Handling Equipment, Ausrüstung mit einem hygienischen Design.
 
Auf internationaler Ebene ist 2009 die Eröffnung von zwei neuen Produktionswerken im Ausland hervorzuheben, eins von Danobatgroup und ein weiteres von Kide. Beide Werke befinden sich in Pune im Bundesstaat Maharashtra (Indien) und damit ist die Zahl der Produktionswerke im Ausland auf 75 angestiegen, die sich über 16 Länder verteilen und 13.400 Personen beschäftigen.
 
Besonders bedeutsam sind auch die Entwicklungen der Kooperativenvereinigung im Bereich der Innovation, die in der Zukunft in bedeutsamer Form zu seiner Entwicklung in der Zukunft beitragen sollen. Konkret hat MONDRAGON im Jahr 2009 mehr als 132 Millionen Euro für Forschung, Entwicklung und Innovation (I+D+i) ausgegeben und beteiligt sich an de 70 nationalen und internationalen Forschungsprojekten. Bemerkenswert ist auch, dass im Industriesektor 2009 etwa 20% der Einnahmen aus neuen Produkten und Dienstleistungen stammen, die vor fünf Jahren noch nicht existiert haben. Das sind konkrete Indikatoren für die permanente Verpflichtung von MONDRAGON für die Innovation, weil sie als unerlässliche Vorraussetzung angesehen wird, um die Zukunft mit höheren Garantien anzugehen.
 
Was die Beschäftigung angeht, hat sich die Zahl der Arbeitsplätze im Durchschnitt der Genossenschaftsvereinigung auf 85.066 belaufen, das ist ein Rückgang um 8,3% in Bezug auf das Vorjahr, womit die Tendenz zum Aufbau von Beschäftigung, die eine bisherige Konstante war, gebrochen wurde die es praktisch seit der Gründung der Kooperativenvereinigung gab. Allerdings konnten im zweiten Teil des Geschäftsjahrs 938 Arbeitsplätze im Bereich Industrie wieder geschaffen werden, die im ersten Teil des Jahres verloren gegangen waren.
 
Bewertung des Geschäftsjahrs
 
José María Aldecoa, Präsident von MONDRAGON, bewertet die Ergebnisse folgendermaßen: “Obwohl es zu einer Reduzierung der Umsätze kam, hat die Kooperativenvereinigung die nötigen Anpassungen vorgenommen und die notwendigen Kräfte über eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg gebracht, die seit Oktober 2008 wirken, welche unsere Konkurrenzfähigkeit garantieren und uns adäquat auf die Zukunft vorbereiten. Dass diese Maßnahmen korrekt waren, zeigt sich über die Entwicklung der Quartalsergebnisse, die eine Verbesserung über das gesamte Jahr gezeigt haben.
In diesen Kontext ist speziell der Industriesektor hervorzuheben, der 2009 ein Drittel der Arbeitsplätze zurückgewinnen konnte, die im ersten Halbjahr des Jahres verloren gingen”.
 

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