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Bei einem erwarteten Umsatz von 7,8 Milliarden, plant Fagor Electrodomésticos in den kommenden vier Jahren 2006-2009 Investitionen in Höhe von 275 Millionen Euro
Diese Daten wurden auf der gestrigen Pressekonferenz im Guggenheim-Museum in Bilbao von den neuen Generaldirektor Txema Gisasola bekannt gegeben, der von seinem Vorgänger Pablo Mongelos, dem Vorstandspräsidenten Javier Gantxegi, der Generaldirektorin von Fagor Electrodomésticos, Belén Kortabarria, dem Leiter für Strategische Projekte und Planung, Juan Andrés Joaristi sowie dem Generaldirektor von Fagor Brandt, Josu Ugarte, begleitet wurde.
Javier Gantxegi erinnerte daran, dass Fagor Electrodomésticos in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, “mit der Zufriedenheit, eine einzigartige Erfahrung gemacht zu haben, die des weltweit größten genossenschaftlichen Phänomens, sowie mit der Sicherheit, die uns unsere neue Dimension nach dem Erwerb von Brandt gibt, durch die wir zu einem industriellen Bezugspunkt für unsere Umgebung sowie zu einem der Unternehmen unseres Landes werden, die die stärkste internationale Projektion haben.”
Im Hinblick auf die kommenden Jahre erklärte Gisasola, dass die Gruppe neue Führungsstrategien für die Märkte Spanien, Frankreich, Portugal, Marokko und Polen entwickeln und die Präsenz in der Tschechischen Republik, Ungarn und Dänemark, sowie in Russland, dem Vereinigten Königreich, Deutschland und Italien verbessern und ausdehnen wird.
Zu diesem Zwecke setzt das Unternehmen entschieden auf Einbauherde und den hochwertigen Kochbereich, sowie auf die Spezialisierung auf Induktions- und Pyrolysetechnik, Domotik und neue Produkte, wie den Driron, der gerade auf den Markt gebracht wird. Darüber hinaus sollen weitere Projekte durchgeführt werden; z.B. die Vermarktung, zunächst in Frankreich, dann auf in ganz Europa, bestimmter Mini- und Komfort-Haushaltsgeräte, die derzeit hauptsächlich auf dem spanischen Markt vertrieben werden.
Für 2006 sieht Gisasola ein Wachstum des Umsatzes der Gruppe in Höhe von 5,8% voraus und die Investitionen werden mehr als 41 Millionen Euro betragen. Dies in einer Situation, in der die europäischen Märkte “keine eindeutigen Anzeichen der Erholung erkennen lassen, die Materialkosten weiter steigen werden, die fallende Tendenz der Preise sich fortsetzen und der Wettbewerb seitens der Niedrigpreishersteller immer härter werden wird und der Konzentrationsprozess sowohl im Bereich Fertigung als auch im Vertriebssektor unaufhaltbar weitergeht”.
Bezüglich des Geschäftsjahres 2005 verwies Pablo Mongelos darauf, dass die weiße Ware auf dem spanischem Markt volumenmäßig um 3,6% und wertmäßig um 5,7% zunahm, “ein gutes Zeichen, obwohl es relativ weit von den 10% des Vorjahres entfernt liegt”. Auf dem französischen Markt dagegen sank das Volumen um 0,9% und der Wert stieg um lediglich 2,1%, so dass es auch 2005 in diesem Lande zu keiner Belebung des Konsums im Bereich Haushaltsgeräte kam. Auch in Deutschland, Polen, der Tschechischen Republik, Ungarn und anderen wichtigen Märkten kam es zu einem Schrumpfen des Marktes.
Der Gesamtumsatz der Gruppe, einschließlich der Verkäufe von Brandt seit der Übernahme dieses Unternehmens im vergangenen Juni, beliefen sich auf 1,4986 Milliarden Euro, von denen 625,5 Millionen, d.h. 41,7%, auf den Inlandsmarkt und 873,1 Millionen auf Auslandsverkäufe entfallen, die damit 58,3% des Gesamtumsatzes ausmachen. Nach Ländern gesehen führt dabei Frankreich mit 423,6 Millionen und Polen mit 96 Millionen Euro.
Das konsolidierte Ergebnis des Geschäftsjahres beläuft sich auf 4,5 Millionen Euro, der Ebitda auf 43 Millionen. Im gleichen Zeitraum wurden Investitionen von über 110 Millionen Euro getätigt, während die Belegschaft zum 31. Dezember 2005 10.689 Personen umfasste.
http://www.fagor.com